Bako’s Weisheiten des Lebens

Auch wenn ich erst fast ein Vierteljahrhundert auf diesem Planeten wandle, ist das schon genug Zeit gewesen, um sich den Widrigkeiten des Lebens zu stellen und entgegenzutreten. Manchmal muss man dann resignierend erkennen, egal, was man tut, verloren hat man schon, Murphys Gesetz hat wieder zugeschlagen:

  • Am-Rechner-Basteln ist ein klassisches No-Win-Szenario. Egal, was man wie macht, es ist verkehrt.Schraubt man den Rechner wieder zu, weil man meint, man wäre fertig, wird unter Garantie irgendwas schieflaufen und man muss doch wieder zum Schraubendreher greifen und den Rechner nochmal aufmachen. Glaubt man, den Schaden behoben zu haben, wird der Rechner dieses Mal offen gelassen, man hat ja schließlich aus dem Fehler vorher gelernt. Doch was passiert? Der Rechner läuft sauber hoch und man hätte den Rechner doch zumachen können…
  • Ketchup aus der Flasche locken Genau die gewünschte Menge Ketchup aus einer frisch angebrochenen Flasche herauszubekommen, ist eine Wissenschaft für sich. Meist weigert sich die Flasche beharrlich ihren Inhalt freizugeben. Da hilft dann meist nur rohe Gewalt. Schüttelt man die Flasche vor dem Öffnen oder schlägt drauf, kommt der Ketchup trotzdem nach dem Öffnen nicht schneller raus. Schlägt oder schüttelt man die Flasche, während sie offen ist, passiert folgendes: bei den ersten paar Aktionen rührt sich der Ketchup keinen Millimeter von der Stelle und dann auf einmal hat man mindestens den halben Flascheninhalt auf dem Teller und statt Pommes mit Ketchup hat man Ketchup mit Pommes.
  • Das Werbungs-Phänomen. Wer kennt das nicht: Im Fernsehen läuft wider Erwarten doch mal ein spannender Film oder eine gute Sendung. Und alle paar Minuten unterbricht die Werbung den Film. Manchmal aber auch, so habe ich das Gefühl, unterbricht der Film die Werbung, aber egal. Da Werbung eigentlich niemanden wirklich interessiert, wechselt man mal kurz den Kanal, sprich man “zappt”. Doch anscheinend sprechen sich die Sender mit ihren Werbepausen ab. Denn fast jedesmal, wenn ich während der elendig langen Werbepause zappe, machen die anderen Kanäle auch eine Werbepause, ein Entkommen ist also nahezu unmöglich.
  • Ist das Auto abgeschlossen? Man kennt das: Man fährt irgendwo hin, parkt das Auto, steigt aus und geht weiter. Da kann man schonmal vergessen, das Auto abzuschliessen. Das merkt man dann meistens hinterher, wenn man keinen Schlüssel zum Türöffnen braucht oder das Radio fehlt.Anders wiederum, kaum 10 m vom Auto entfernt, schießt ein Gedanke in den Kopf: “Hab ich mein Auto abgeschlossen?”. Man eilt zurück und jedesmal stellt man fest, daß das Auto zu ist und der Weg zurück umsonst war. Denkt man nicht dran, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man es doch vergessen hat.
  • Das Schlangen-Phänomen: Wenn man im Supermarkt/Post/Bank Richtung Kasse kommt, braucht man grundsätzlich in der Schlange, an der man sich hinten angestellt hat, am meisten Zeit, die anderen Schlangen sind immer schneller abgefertigt. Wechselt man die Schlange jedoch, ist die ursprüngliche Schlange wie von Geisterhand auf einmal viel schneller fertig, und der Typ, der eben noch hinter Dir stand, ist jetzt schon längst auf dem Parkplatz.
  • Parkplätze: Einen Parkplatz zu finden ist eine Kunst für sich. Vor allem, da es komplett vom Glück abhängig ist und es eigentlich keine effektive Mehtode gibt, dieses “Glück” zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Fährt man mal zu einer frühen Uhrzeit, ist der Parkplatz voll und man denkt sich “Wäre ich doch später gefahren…”. Folgt man diesem Gedanken, ists aber genauso verkehrt. Ein besonderes “Schmankerl” ist, wenn man das Auto auf einem Parkplatz länger abstellt, weil man mit jemand anderem weiterfährt und das Auto dort sicher aufgehoben zu wissen meint. Nur kann es dort auch mal zu sicher sein, nämlich indem der Parkplatz abgeriegelt ist, wenn man zurückkehrt. Dann muss man tief in die Trickkiste greifen, um das geliebte Gefährt zurück zu bekommen (oder man reisst die Schranke mit Gewalt auf).
  • Das Werkstatt-Phänomen: Es ist jedesmal so: Wenn das Auto wegen einer verhältnismäßig kleinen Sache in die Werkstatt muss, werden grundsätzlich noch zwei bis drei andere Sachen gefunden, die zusammen mindestens doppelt so viel kosten wie die “verhältnismäßig kleine Sache” alleine. Am Besten ist es natürlich, wenn man mal eine richtig teure Reparatur machen lässt, die Rechnung bezahlt, und zwei Tage später der Wagen schrottreif gefahren wird, so dass das Geld für die Reparatur komplett zum Fenster rausgeschmissen wurde.
  • Landstrasse ohne Wiederkehr Dass man sich verfährt, kann ja durchaus mal vorkommen, ist auch schon schlimm genug. Aber wenn man sich verfährt, dann ist man häufig so weit vom eigentlichen Ziel entfernt, dass man eigentlich einen schönen Bogen fährt, um irgendwie wieder in bekannte Gefilde zu kommen. Wenn man gemerkt hat, dass man den falschen Weg eingeschlagen hat, versucht man meistens wieder umzudrehen. Leider erwischt man in solchen Fällen immer eine (Land-)Strasse, auf der man nicht umkehren kann, weil es keine Wendemöglichkeit gibt oder sie viel zu stark befahren ist. Und schon fährt man einige Kilometer umsonst in die falsche Richtung.
  • Ampeln sind auch so ein Quell unendlicher Freude. Ich fahre auf die Ampel zu und sie ist Rot. OK, ich bremse ein wenig um langsamer zu werden, aber nur ein wenig, denn ich habe ja noch die Hoffnung, dass sie auf Grün umspringt…aber, war ja klar, wird natürlich nicht Grün. Ich werd langsamer und langsamer, bis ich schliesslich am Haltestreifen zum Stehen komme. In dem Augenblick, wo ich wirklich zum Stehen gekommen bin, springt die Ampel sofort auf Gelb um…
  • (Weiteres wird noch folgen)