Wer ist Justin Bieber?

Noch vor einigen Wochen dachte ich, Justin Bieber wäre eine neue Comic Figur aus einem Pixar Film oder die Werbefigur auf einer Cornflakes Packung. Ich fing an zu googlen und siehe da, soweit entfernt lag ich gar nicht.

Justing Drew Bieber. 1994 in Ontario geboren. Er begann seine Karriere mit selbst erstellten Videos auf YouTube. Apropos YouTube. Hier muss ich mal ein großes danke schön an YouTube aussprechen, denn seine Video sind “In meinem Land nicht verfügbar”. :iloveyou:

Wo war ich stehen geblieben? Genau. Ihr fragt euch sicherlich, wieso eine alte Frau wie ich einen Artikel über Justin Bieber schreibt. Mein Mann hat mir heute morgen erzählt, was gestern Abend zwischen Justin Bieber “Fans” @NelaPanghy-Lee und dem @ProSieben Twitter Account passiert ist.

Angefangen hat das Ganze wohl mit einem Taff Bericht über Justin Bieber. Dort wurde etwas augenzwinkernd über ihn berichtet, was bei einigen “Fans” wohl einen Kurzschluss im Kopf verursacht hat. Jedenfalls fingen sie an den Twitter Account von Nela und ProSieben mit unschönen Dingen zu bombadieren.

Hier ein paar Auszüge




Hallo? Geht’s noch? Die Reaktion von ProSieben war klasse. Was soll man schon groß zu solchen “Fans” sagen.





Mal ernsthaft. Von jemandem oder etwas Fan sein ist ja schön und gut, aber wenn jetzt schon eine Moderatorin wie Nela dafür “gedisst” wird, weil sie über den singenden Nager berichtet hat, dann geht das echt einen Tick zuweit.

Einige werden jetzt sagen, das waren doch nur Kinder, wieso regst du dich drüber auf? Weil es eine erschreckende Art und Weise ist, wie manche Kinder bzw. Jugendliche mit dem Medium Internet umgehen. Den meisten ist gar nicht bewusst, dass am anderen Ende des Monitors auch Menschen sitzen. Das ist aber ein ganz anderes Thema …

Wird demnächst der Zeitungsausträger erschlagen, weil einigen Leuten die Schlagzeile der ersten Seite nicht gefällt? Fragen über Fragen ….

Mit Hans Hans nach Hamburg

Fast jeder hat einen Zuhause und wenn man ihn erstmal kennengelernt hat möchte man ihn nicht mehr missen. Die Rede ist von Hans Hans aka TomTom. Dieses kleine, nette Spielzeug ist für mich, die einen Orientierungssinn wie eine Fruchtfliege hat, die Erfindung schlechthin.

Jedoch reagiere ich immer etwas allergisch darauf, wenn Hans Hans anfängt Befehle zu geben. Wie am letzten Sonntag. Wir waren bei meiner Schwägerin zum Essen eingeladen. Ich muss dazu sagen, dass sie vor kurzem erst umgezogen ist. Sprich, wir kannten weder den Weg zur neuen Wohnung noch hatten wir Lust bei dem scheiss Wetter länger als notwendig durch die Gegend zu fahren. Also wurde Hans Hans reaktiviert und mit allen notwendigen Daten gefüttert.

Kurz nachdem wir auf der A1 waren meinte mein Mann, schalte den Kasten mal ein. Gefühlte 3 Stunden später hatten wir endlich ein stabiles GPS Sigal und dann ging es auch schon los …

“In 450m bitte links halten.” Kein Problem, wir wollen ja die A1 weiter fahren und nicht am Arsch der Heide landen. “In 350m bitte links halten.” Ja is klar, wir haben das in den letzten 100m nicht vergessen. “In 150 Meter links halten.” Da hörte man ein leichtes Marge Simpsons grummeln vom Beifahrersitzt. Wieso sagt der Kasten nicht einfach was wir sollen und nicht das, was wir nicht sollen? Wir wären niemals auf die Idee gekommen da abzubiegen. Ich war kurz davor Hans Hans am Auspuffrohr zu befestigen oder an einem Schnürsenkel hinter uns herzuziehen.

Geht nur mir diese Stimme (egal welche), dieser Befehlston von Hans Hans, nach ein paar Kilometern auf die Nerven oder war ich an dem Tag einfach nur zu empfindlich? Sind andere Navi’s genauso (nervig) oder liegts nur an Hans Hans?

Sie haben ihr Ziel erreicht…

Duftbäumchen

Heute morgen beim Frühstück kamen wir auf das Thema Duftbäumchen. Mein Mann meinte, dass die offene Brötchentüte so lecker im Auto gerochen hat. Da fiel mir ein, das es noch keinen Duftbaum gibt, der genau diesen Geruch imitiert. Wieso eigentlich nicht? Wieso gibt es keine Düfte, die wir wirklich vom Geruch her kennen und mögen? Mal abgesehen von den üblichen Vanille, Orange und Zitronenbäumchen.

Die “richtig guten” Duftbäume heissen lieber irischer Frühling, Bergfrühling, Sportfrische, Ozean, Garten, Wald, Bluemoon, Oma im Schritt oder Morgentau. Aber mal unter uns: Wie riecht der irische Frühling? Wollen wir das wirklich wissen? Oder auch der Garten. Wieso nicht gleich frischer Acker im Frühling. So lecker Gülle vom Bauer. Frischer kann der Frühling doch nicht sein. Nein mal ernsthaft.

Selbst in einem Raucherauto finde ich diese Bäume einfach nur widerlich. Diese Mischung aus kalten Rauch und Zimt-Vanille. Lecker. Viele hängen sich diese Bäume auch ins Auto weil so eine niedliche Hello Kitty, Puh der Bär oder Bill von Tokio Hotel druff gedruck wurden. *sich an den Kopf fass und mit den Augen roll*

Viel schlimmer finde ich aber die Leute, die sich eine Dose Raumspray “Neuwagen” in ihren 25 Jahre alten Jetta sprühen, damit sie sich und anderen vorgaukeln, der Wagen würde noch immer wie früher riechen. Oder auch so ein Ledersofa Bäumchen in einem Auto, wo die Stoffsitze schon jenseits von gut und böse sind und eigentlich riechen, als wären Tauben darauf gestorben.

Das einzige Mal, das ich so ein Bäumchen im Auto hatte war eigentlich nur, um meine Mutter zu ärgern. Sie verstellte mir immer den Sitz und die Spiegel. Nachdem ich das blaue Bäumchen mit dem “Ozean” Duft an den Rückspiegel gehängt hatte, fuhr sie lieber mit dem Fahrrad in die Stadt, weil es im Auto so seltsam roch. Ich persönlich fands auch net pralle, aber was tut man nicht alles, um nicht ständig seinen Sitz und die Spiegel neu einstellen zu müssen.

Habt ihr Erfahrungen mit Duftbäumchen gemacht? Hängt bei euch im Auto so ein Ding herum oder findet ihr sie auch nur ekelhaft und überflüssig? Ich bin mal gespannt :-)

Nervige Werbung

Jeder kennt sie, keiner mag sie. Ich spreche von nerviger TV Werbung. Als besonders nervig empfand ich die Werbepausen zwischen dem letzten Formel 1 Rennen am vergangenen Sonntag. Wenn man von 12:30 Uhr bis 16 Uhr nur einen Sender schaut, indem Fall RTL, dann gehen einem die diversen Werbeblöcke mit den ständig selben Produkten ziemlich auf den Sack. Das waren ca. 12x die selbe Werbung in 3 1/2 Stunden. Ihr wollt ein paar Beispiele? Könnt ihr gerne haben.

Zuerst hätten wir da unseren Spot von Volkswagen “Abschied nehmen”. Ein Gesicht, das definitiv nur eine Mutti lieben kann. “Du bist meiiin .. hmmm hmmm .. Du bist mein daaa daaa.” Halt die Fresse! Wenn man sich den Werbeblock ansieht kann man auch gleich von seinem Gehirn oder wahlweise dem Mittagessen Abschied nehmen. Am liebsten würde ich ihm die Gitarre wegnehmen, ein oder zwei Seiten rausrupfen, ihm die Gitarrenseite(n) um seinen Hals legen und langsam zuziehen. “Gooodbyyyye, wir waren gute Freuuuuundee. Ein letztes Bliiiick.”

Das ist noch nicht alles. Kommen wir als nächstes zur Seat Leon Werbung. Das ist der “Uuuuh aaaah” Ja, das denke ich auch immer. “Wuuuh wuuuh waah waah, wuuh wuuuh waaah waah” Wobei es doch eher nach einem südamerikanischem Regentanz klingt, oder nicht?

Als drittes hätten wir die Werbung mit dem “Grey’s Anatomy” Star Patrick Dempsey, der sich eine Ladung Büffelsperma ins Haar schmiert. Ich mag ihn und ich mag die Serie, aber durch die Werbung geht mir Doktor McDreamy echt auf den Sack.

Kommen wir zu “dap dap dap yeah yeah yeah” also der neusten Coca Cola Werbung. Keine Ahnung, was mir die Werbung mit den kleinen hässlichen Monstern sagen will. Nerviger Song mit Textpassagen, die selbst einen 3jährigen Kindergeburtstag unterfordern würden.

Jetzt ein persönlicher Liebling von mir. Hallo und herzlich willkommen live aus einem der nervigsten Werbeblöcke des Jahres 2009. Congstar, beim Rekordversuch einem auf die nerven zu fallen. Auch ganz ohne Eva, die seit 113 Minuten in eine Flasche spricht, weil ihr Kai und Kathy gesagt haben, dass sie so ins Festnetz telefonieren kann.

“Mami ich muss groß” … Der kleine Fremdscheisser, der lieber bei Paul in die Schüssel pröttet, anstatt Zuhause ins Porzellan zu donnern. In Paul’s Bad hängt Brise One Touch, der auf Knopfdruck schlechte Gerüche vertreibt. Klappt das auch mit schlechter Werbung? Wenn ja, dann kaufe ich mir auch so ein Ding fürs Wohnzimmer und klebe es mir neben den Fernseher.

Last but not least, die neuste McDoof Werbung. 4 Models beim Verein der Frittenrüttler. Regel Nummer eins: Models machen jede Art von scheiss Werbung für Geld. Regel Nummer zwei: Was essen Stars? Staaars. Es gibt nur einen echten Star unter den vier Blödblunzen. Ansonsten ist das eher ein verdeckter Aufruf zum Kannibalismus. *zwinker zwinker* “Und was ist Regel Nummer drei: Das habe ich vergessen.” Naja, wenn der IQ des McRip höher ist, als der am gesamten Tisch .. was soll man dazu sagen?

Geht es nur mir so oder nerven Euch die genannten Werbungen auch schon? Ich gehe sogar soweit und wechsel den Sender, sobald ich eine der Hackfressen, Melodien oder Haarlocken sehe.

Der Dämone im Ketchupform

Wenn ich das nächste mal Ketchup einkaufen muss, dann greife ich auf die gute alte Glasflasche zurück. (Anmerkung: Hier kann man schnell das “L” bei Glas vergessen und schon rutscht das Thema in eine ganz andere Richtung.) Ich gebe zu, die Glasflasche ist auch nicht immer einfach zu handhaben. Warum? Weil die Dosierung ein reines Glückspiel ist. Hält man sie zu steil liegt in weniger als 2 Sekunden der halbe Flascheninhalt auf dem Teller. Oder man klopft erstmal drei Stunden “zaghaft” auf den Flaschenboden, damit sich der Inhalt Millimeter für Millimeter auf den Ausgang zubewegt. Aber unsere “praktische Kopfsteher-Flasche” ist noch viel schlimmer. Mein persönlicher Dämone im Ketchupform!

Man stelle sich folgendes vor: Man sitzt am Küchentisch. In der Luft liegt der leckere Geruch von gebratenem Hackfleisch. Vor einem schlummern die leicht braun getoasteten Brötchenhälfte. Auf der Unterseite liegt das duftene Stück Rinderhack, darauf ein Stück Käse, ein Salatblatt und ein oder zwei Zwiebelringe. Das Einzige was noch fehlt wäre ein kleiner Klecks Ketchup auf dem Brötchendeckel. Wohlgemerkt, ein kleiner Klecks. Unser eins greift also zur “praktischen Kopfsteher-Flasche” von Heinzketchup. Man greift nach dem Deckel, bohrt den Fingernagel an die kl. Öffnung und zieht. Doch bis auf einen zerstörten Fingernagel hat sich nichts getan. Baustelle Nummer eins: Das Öffnen der Flasche. Der Deckel liegt so fest auf, das man sich mindestens einen Fingernagel dabei runiert, bis man die Flasche offen in den Händen halten kann. Nach 5 Versuchen hat man den Deckel endlich geöffnet und versucht den leichten Schmerz gekonnt zu verdrängen, indem man sich auf den Duft des leckeren Rinderhacks konzentriert.

Dank der “innovativen Dosieröffnung mit Silikon-Membran” freut man sich, dass keinerlei Ketchup aus der Öffnung tropft. Nur noch schnell und unkompliziert den Ketchup aufs Brötchen drücken und los gehts. Man hält die Flasche in beiden Händen, zielt genau auf die Mitte und fängt an etwas Kraft auf die Flasche auszuüben. Doch nichts passiert. Man schaut sich die Öffnung an, weil man vermutet, sie könnte verschlossen oder verstopft sein. Dann, kurz bevor man noch drei mal auf die Flasche drückt und sich leichte Schweissperlen auf der Stirn bilden, erinnert man sich daran, dass es ja noch diesen Papierschutz gibt, der die Flasche verziegelt und dem Verbraucher zeigen soll, dass das gekaufte Produkt neu und unbenutzt ist. HA! Man klappt also den mühsam geöffneten Deckel wieder zu, schraubt ihn ab und entfernt das kleine Papierstück. Zugeschraubt und zurück in die Hände gelegt versucht man erneut die Mitte der oberen Brötchenhälfte anzuvisieren. Man drückt und … nix!

Am Papierschutz kann es nicht liegen, sagt man sich und starrt auf das leicht verschmierte Teilchen neben dem Teller. Woran könnte es jetzt liegen? Man hält die Flasche noch mal über die Brötchenhälfte. Das leckere Rindfleisch kühlt langsam ab und leichter Ärger macht sich breit. Mit leichter Wut im Bauch drückt man noch mal auf die Flasche und dann passiert es.

Statt einem kleinen Klecks hat der leichte Druck der “innovativen Dosieröffnung mit Silikon-Membran” zu einem See auf der oberen Brötchenhälfte geführt, der knapp die Ausmaße vom Gardasee angenommen hat. Und nicht nur das. Der Strahl aus der Ketchupflasche hat alles andere als die Mitte des Brötchens getroffen. Man kann froh sein, wenn man die Brötchenhälfte überhaupt angekratzt hat. Gekonnt verteilt man den überflüssigen Ketchup auf die andere Hälfte des Brötchen und genießt erstmal den Hamburger.

Während des Essens nimmt man sich vor, beim zweiten Hamburger vorsichtiger zu sein. Die Flasche lässt man gekonnt vom Ehemann öffnen, damit man sich nicht wieder einen Fingernagel ruiniert. Ich würde noch gekonnt zum Messer greifen und versuchen, die Flasche damit zu öffnen. Da ich aber keine Korifäe im Umgang mit dem Messer bin greift bei mir die erste Variante. Der zwote und letzte Hamburger wird genauso hergerichtet wie der erste. Das Stück Hackfleisch liegt bereit und wieder einmal muss nur noch der Brötchendeckel mit Ketchup verziert werden.

Mit einem leicht skeptischen Blick greift man zur Ketchupflasche, lässt sie sich öffnen und versucht dieses mal mit weniger Druck einen kleinen Klecks Ketchup aufs Brötchen zu drücken. Doch es passiert mal wieder nichts. Nicht mal ein Tropfen kommt aus der Flasche. Man weiss genau, dass sich, wenn man wieder voller Wut auf die Flasche drückt, ein weiterer Ketchupsee auf der Brötchenhälfte bildet. Man drückt etwas gekonnter zu und ja … das letzte was man sieht ist ein roter Strahl, der das Brötchen knapp verfehlt und halb auf dem Teller, halb auf dem Tisch landet. Laut fluchend kratzt man den Ketchup vom Tisch auf und schmiert ihn sich aufs Brötchen. Den leckeren Geschmack nimmt man nur noch wage wahr, da man sich dermaßen über diese beschissenen Ketchupflasche aufregt, das einem fast der Appetit vergeht.

Spätestens jetzt wird mir bewusst, dass ich diese Art von Ketchupflasche niemals wieder einkaufen werde. Egal wie billig sie ist oder wie teuer die anderen Flaschen im Vergleich dazu sind.