Abgedreht, verrückt und nichts für schwache Nerven
Bako’s Ecke
Prüfung
05. Jun
Prüfung oder nicht Prüfung – das ist hier die Frage (und noch ein paar andere Gedanken) – Neverending Story
Es hätte so schön sein können. Am 15. Mai 2001 hätte ich den ersten Schritt zur abgeschlossenen Berufsausbildung machen können – die schriftliche Prüfung zum Fachinformatiker Systemintegration. Aber erstens kommt es anderes und zweitens als man denkt.
Es fing ganz normal an. Die zwei Nächte vor der Prüfung konnte ich nicht schlafen, die Woche vorher habe ich versucht, mir bisher unbekannte Phänomene (Entity Relationship Modell) oder bis dahin relativ verwirrende Sachen (Subnetting) genauer anzuschauen. Nach diesen “Power-Wochen” war ich schlauer (im wahrsten Sinne) und bildete mir ein, die Prüfung gut meistern zu können.
Ich war also optimistisch und doch hochgradig nervös (ich brauchte keinen Kaffee oder Schwarzen Tee, um wach zu werden). Dementsprechend fuhr ich auch die 50 km nach Lüneburg, nämlich ungeheuer vorsichtig, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, wenn Du jetzt einen Unfall baust, kannst Du in einem halben Jahr nochmal wiederkommen. Aber ich kam unbeschadet an. Soweit so gut.
In der Schule, wo die Prüfung abgehalten werden sollte, hatten sich die Prüflinge aller 5 IT-Berufe aus unserem Schuleinzugsgebiet eingefunden. Die letzten verzweifelten Fragen tauchen auf (“Wie macht man das und das?”, “Habt ihr das gelernt?”). Dann gehts los: Wir werden berufsweise hereingebeten, die Fachinformatiker Systemintegration als letzte Gruppe. Es folgt das prüfungsübliche Procedere: Sich ausweisen, Versiegelten Umschlag mit den Prüfungsfragen entgegennehmen, Handy abgeben und man bekommt einen Sitzplatz zugewiesen. Ich setz mich hin und packe meine Sachen aus. Vorne fängt jemand an, die Prüflinge zu begrüssen und gibt Hinweise zum Prüfungsablauf (…”kein Täuschungsversuch…” usw.). OK, gleich wirds ernst, Umschlag öffnen und loslegen.
Doch dann platzt die Bombe! Wir werden überhaupt nicht schreiben, die Anderen nur einen der drei Prüfungsteile, weil die Prüfungsfragen im Internet zu finden seien. Wir werden nach Hause geschickt. Wie jetzt? Die ganze Aufregung, die Nervösität, das intensive Lernen war völlig umsonst? Anscheinend schon. Die allgemeine Stimmung wird ziemlich düster, Unverständnis, Wut und vereinzelt auch Erleichterung über die ausgefallene Prüfung machen sich breit. Der Tag ist erstmal gelaufen. Ich war, um es milde auszudrücken, sauer. Nur weil eine Person Mist gebaut hat, fällt fast bundesweit die Prüfung flach. Danke, Herzlichen Glückwunsch, Jackpot, Vogel abgeschossen! Das bedeutet, dass die Prüfung nachgeholt wird. Ich hätte wirklich gerne geschrieben und hatte keinerlei Vorkenntnisse bezüglich der Themen. Ich hatte keinerlei Intention durch vorheriges Kennen der Fragen mir meinen Abschluß zu ermogeln. Wenn jemand das tun will, soll er/sie es machen, aber bitte schön ohne mich und den Rest mit reinzuziehen und zu schädigen. Was Anderes als die Prüfung zu wiederholen blieb nüchtern betrachtet wohl auch gar nicht übrig. Nun gut, so soll es denn sein, am 6.6. folgt so dann der zweite Streich.
Eigentlich eine gute Methode um Sachen im Vorwege zu verhindern. So könnte man die nächste Modern Walking-CD (Name geändert) vorher im Internet veröffentlichen, mit etwas Glück…
Oder EDA-Werbespots (Name auch geändert), Wotdins…wieviel Unheil ließe sich verhindern.
Aber mußte es ausgerechnet meine Prüfung sein?
Am 6.6. sollte der Spaß dann in die nächste Runde gehen. Am Freitag vorher habe ich eher zufällig erfahren, daß die mündlichen Prüfungen nicht wie die schriftliche Prüfung nach hinten verschoben wird. Für mich sollte dann der Tag direkt nach der schriftlichen Prüfung der Termin sein. Ein Telefonat bei meiner zuständigen IHK brachte Gewissheit, nachmittags um 15:00 Uhr wäre es soweit. Gut, daß ich das auch noch erfahre, vor allem 6 Tage vorher. Übrigens, eine schriftliche Einladung habe ich bis heute noch nicht erhalten. Da Pfingsten war, blieb am Wochenende nur Lernen über, die Präsentation mußte dann wohl am Dienstag fertig werden, zum Einüben war vor der Schriftlichen keine Zeit mehr.
Am Mittwoch war es nun soweit, die schriftliche Prüfung wurde abgehalten. Das Ganze lief nach meinem Empfinden nicht so gut für mich, die Zeit für die GAs war zu kurz, die Themen waren teilweise etwas seltsam gewählt (das sagt aber jeder über jede Prüfung), alles in allem nicht wirklich so gelaufen, wie man sich das vorgestellt hatte. Die Prüfung, die am 15.5. hätte geschrieben werden sollen, wäre mir im Nachhinein betrachtet leichter gefallen. Nun gut, erstmal das Ergebnis abwarten.
Am Abend nach der Prüfung konnte ich dann endlich mal anfangen, für die Präsentation zu üben (ist ja auch nur noch fast 20 Stunden hin). Das hat bis spät in die Nacht gedauert. Am nächsten Morgen (ich brauchte Gott sei Dank nicht in den Betrieb) hatte ich auch noch ein paar Stunden. Also, wieder auf nach Lüneburg. Auf dem Weg zum IHK-Gebäude treff ich einen Kollegen, der direkt vor mir dran gewesen sein sollte, dabei war ich schon eine halbe Stunde zu früh. Er sagte mir, er wäre schneller fertig gewesen und die würden schon auf mich warten. Also gut, ich dahin. Ich durfte auch gleich aufbauen und kurz danach loslegen. Dann hab ich über den Beamer die Präsentation an die Wand geschmissen und in den vorgeschriebenen 15 Minuten meine Präsentation gehalten. Ich habe übrigens am Abend zuvor noch verzweifelt nach so etwas wie einem Zeigestock oder einem Laser-Pointer gesucht, aber nur eine alte Fernsehantenne gefunden. Hab damit dann in der Präsentation meine Grafiken erläutert, hat anscheinend keiner gemerkt und hat geklappt. Dann das Fachgespräch: 3 Fragen in 5 Minuten und das wars. Ich wurde anschließend rausgeschickt während die sich beraten haben. 10 Minuten später durfte ich wieder reinkommen. Ich dachte schon, wenn die sich 10 Minuten beraten, dann muß da schon einiges gewesen sein zumal ich mich ein paar Mal verhaspelt hatte und ziemlich nervös war. Aber nix, ich habe mit einer glatten Eins bestanden!
Danach war ich auch wieder etwas zuversichtlicher, was die Schriftliche anbelangt…mal abwarten.
Endlich war es dann soweit, ich habe mein Gesamtergebnis endlich erhalten: BESTANDEN !!!!
Kurze Zeit später ist das Warten, Zittern, etc… vorbei, endlich habe ich Gewißheit. Die Schriftliche ist eine 3 geworden, was insgesamt dann eine 2 macht. Die ganzen Sorgen waren (glücklicherweise) unbegründet. Ich darf mich jetzt offiziell Fachinformatiker Systemintegration nennen.
Bako unterwegs
03. Jun
Es war einmal an einem Freitag morgen, als ich mit meinem Gefährt durch die unendlichen Weiten der näheren Umgebung hier geschwebt bin, ich, der König der Landstrasse, Gott des Asphalts, Held des Gaspedals… *hüstel* naja, ich halt.
So passierte es, dass die Straße nicht ganz so gebaut war, wie ich es mir gewünscht hätte, ich kam etwas vom Kurs ab, und es passierte Folgendes..
Bako’s Weisheiten des Lebens
03. Jun
Auch wenn ich erst fast ein Vierteljahrhundert auf diesem Planeten wandle, ist das schon genug Zeit gewesen, um sich den Widrigkeiten des Lebens zu stellen und entgegenzutreten. Manchmal muss man dann resignierend erkennen, egal, was man tut, verloren hat man schon, Murphys Gesetz hat wieder zugeschlagen:
- Am-Rechner-Basteln ist ein klassisches No-Win-Szenario. Egal, was man wie macht, es ist verkehrt.Schraubt man den Rechner wieder zu, weil man meint, man wäre fertig, wird unter Garantie irgendwas schieflaufen und man muss doch wieder zum Schraubendreher greifen und den Rechner nochmal aufmachen. Glaubt man, den Schaden behoben zu haben, wird der Rechner dieses Mal offen gelassen, man hat ja schließlich aus dem Fehler vorher gelernt. Doch was passiert? Der Rechner läuft sauber hoch und man hätte den Rechner doch zumachen können…
- Ketchup aus der Flasche locken Genau die gewünschte Menge Ketchup aus einer frisch angebrochenen Flasche herauszubekommen, ist eine Wissenschaft für sich. Meist weigert sich die Flasche beharrlich ihren Inhalt freizugeben. Da hilft dann meist nur rohe Gewalt. Schüttelt man die Flasche vor dem Öffnen oder schlägt drauf, kommt der Ketchup trotzdem nach dem Öffnen nicht schneller raus. Schlägt oder schüttelt man die Flasche, während sie offen ist, passiert folgendes: bei den ersten paar Aktionen rührt sich der Ketchup keinen Millimeter von der Stelle und dann auf einmal hat man mindestens den halben Flascheninhalt auf dem Teller und statt Pommes mit Ketchup hat man Ketchup mit Pommes.
- Das Werbungs-Phänomen. Wer kennt das nicht: Im Fernsehen läuft wider Erwarten doch mal ein spannender Film oder eine gute Sendung. Und alle paar Minuten unterbricht die Werbung den Film. Manchmal aber auch, so habe ich das Gefühl, unterbricht der Film die Werbung, aber egal. Da Werbung eigentlich niemanden wirklich interessiert, wechselt man mal kurz den Kanal, sprich man “zapptâ€. Doch anscheinend sprechen sich die Sender mit ihren Werbepausen ab. Denn fast jedesmal, wenn ich während der elendig langen Werbepause zappe, machen die anderen Kanäle auch eine Werbepause, ein Entkommen ist also nahezu unmöglich.
- Ist das Auto abgeschlossen? Man kennt das: Man fährt irgendwo hin, parkt das Auto, steigt aus und geht weiter. Da kann man schonmal vergessen, das Auto abzuschliessen. Das merkt man dann meistens hinterher, wenn man keinen Schlüssel zum Türöffnen braucht oder das Radio fehlt.Anders wiederum, kaum 10 m vom Auto entfernt, schießt ein Gedanke in den Kopf: “Hab ich mein Auto abgeschlossen?â€. Man eilt zurück und jedesmal stellt man fest, daß das Auto zu ist und der Weg zurück umsonst war. Denkt man nicht dran, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man es doch vergessen hat.
- Das Schlangen-Phänomen: Wenn man im Supermarkt/Post/Bank Richtung Kasse kommt, braucht man grundsätzlich in der Schlange, an der man sich hinten angestellt hat, am meisten Zeit, die anderen Schlangen sind immer schneller abgefertigt. Wechselt man die Schlange jedoch, ist die ursprüngliche Schlange wie von Geisterhand auf einmal viel schneller fertig, und der Typ, der eben noch hinter Dir stand, ist jetzt schon längst auf dem Parkplatz.
- Parkplätze: Einen Parkplatz zu finden ist eine Kunst für sich. Vor allem, da es komplett vom Glück abhängig ist und es eigentlich keine effektive Mehtode gibt, dieses “Glück†zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Fährt man mal zu einer frühen Uhrzeit, ist der Parkplatz voll und man denkt sich “Wäre ich doch später gefahren…â€. Folgt man diesem Gedanken, ists aber genauso verkehrt. Ein besonderes “Schmankerl†ist, wenn man das Auto auf einem Parkplatz länger abstellt, weil man mit jemand anderem weiterfährt und das Auto dort sicher aufgehoben zu wissen meint. Nur kann es dort auch mal zu sicher sein, nämlich indem der Parkplatz abgeriegelt ist, wenn man zurückkehrt. Dann muss man tief in die Trickkiste greifen, um das geliebte Gefährt zurück zu bekommen (oder man reisst die Schranke mit Gewalt auf).
- Das Werkstatt-Phänomen: Es ist jedesmal so: Wenn das Auto wegen einer verhältnismäßig kleinen Sache in die Werkstatt muss, werden grundsätzlich noch zwei bis drei andere Sachen gefunden, die zusammen mindestens doppelt so viel kosten wie die “verhältnismäßig kleine Sache†alleine. Am Besten ist es natürlich, wenn man mal eine richtig teure Reparatur machen lässt, die Rechnung bezahlt, und zwei Tage später der Wagen schrottreif gefahren wird, so dass das Geld für die Reparatur komplett zum Fenster rausgeschmissen wurde.
- Landstrasse ohne Wiederkehr Dass man sich verfährt, kann ja durchaus mal vorkommen, ist auch schon schlimm genug. Aber wenn man sich verfährt, dann ist man häufig so weit vom eigentlichen Ziel entfernt, dass man eigentlich einen schönen Bogen fährt, um irgendwie wieder in bekannte Gefilde zu kommen. Wenn man gemerkt hat, dass man den falschen Weg eingeschlagen hat, versucht man meistens wieder umzudrehen. Leider erwischt man in solchen Fällen immer eine (Land-)Strasse, auf der man nicht umkehren kann, weil es keine Wendemöglichkeit gibt oder sie viel zu stark befahren ist. Und schon fährt man einige Kilometer umsonst in die falsche Richtung.
- Ampeln sind auch so ein Quell unendlicher Freude. Ich fahre auf die Ampel zu und sie ist Rot. OK, ich bremse ein wenig um langsamer zu werden, aber nur ein wenig, denn ich habe ja noch die Hoffnung, dass sie auf Grün umspringt…aber, war ja klar, wird natürlich nicht Grün. Ich werd langsamer und langsamer, bis ich schliesslich am Haltestreifen zum Stehen komme. In dem Augenblick, wo ich wirklich zum Stehen gekommen bin, springt die Ampel sofort auf Gelb um…
- (Weiteres wird noch folgen)
Zapping
03. Jun
Es hätte so schön sein können. Endlich Urlaub! Der findet zwar in Balkonien statt, zu mehr hat es monitär mal wieder nicht gereicht, aber was solls, man kann auch zuhause gut ausspannen. Ich wache um die Mittagszeit auf, da endlich kein Wecker mehr um kurz vor Sieben den wohlverdienten Schlaf unterbricht. Zum Aufstehen (noch) keinen Bock wird erstmal im halbwachen Dämmerzustand die Fernbedienung des Fernsehers zwischen leeren Flaschen und Pizzakartons ertastet. Zapp! Langsam baut die Bildröhre ein Bild auf, ich höre die ersten Geräusche. Mit einem Auge erkenne ich langsam, was dort läuft: SAT.1, Talkshow. Schnell weiter gezappt. RTL sendet auch ne Talkshow. Na toll. Weiter gehts nach Pro Sieben. Eine schrille, laute Stimme wünscht unter Publikumsbeifall ein herzliches Willkommen. Arabella Kiesbauer! AAARRRGHHH! Überall nur dieser Talkshow-Müll! Wer guckt das eigentlich? Habe ich ich nicht genug eigene Probleme? Muss ich auch noch wissen, dass die Ehe von Klaus und Maria aus München in die Brüche ging, weil er sich nur einmal die Woche duscht? Nein, also weiter. RTL2 sendet einen Zeichentrickfilm. OK, das könnte vielleicht lustig werden. Doch dann springt ein gelbes Etwas unter grellen Farbblitzen ins Bild und brüllt “Pikachu!”. Super, direkt in Pokemon reingezappt. Ich hab nie wirklich verstanden, warum Kinder so fanatisch diesen Dingern hinterherlaufen (“Hol sie dir alle!”). Auf den normalen Privatkanälen läuft gerade nur Mist und bei den Öffentlich-Rechtlichen brauch ich sowieso nicht gucken. Was jetzt? Soll ich mir kulturell hochwertige Programme angucken (ARTE und Konsorten) oder eher meine Fremdsprachenkenntnisse aufbessern (CNN, TRT, oder TV Polonia)? Nö, muss jetzt nicht sein. Aber es gibt ja noch Sportsender! Ich zappe bis zum DSF (Deutsches Sportfernsehen) durch. Bisher glänzte DSF ja mit Spitzensportevents: Übertragungen von Dart- und Bowling-Meisterschaften, ominöse Beachvolleyballturniere namens “Bikini Open” (!), Buchstabierwettbewerbe oder die Deutsche Skatmeisterschaft. Aber all das lief jetzt gerade nicht, sondern etwas anderes: Takeshis Castle. Was ist Takeshis Castle? Eine japanische Spielshow. Von japanisches Shows hat man ja schon diverses gehört. Da gibts Shows, in denen Teilnehmer in einen Bottich mit flüssigem (und somit heissem) Wachs geworfen werden oder brennende Papierkugeln schlucken müssen. Takeshis Castle ist aber eher eine Show, in der Kandidaten Sport- und Geschicklichkeitsspiele bestehen müssen (so wie in American Gladiator oder Fort Boyard, wer sich noch erinnert). Die Art der Spiele lässt mich jedoch wieder daran zweifeln, dass die Menschheit die Krone der Schöpfung sein soll. In einer Disziplin müssen die Kandidaten durch eine gespannte Papierfolie laufen. Dahinter befindet sich entweder nichts oder eine Ziegelmauer, was die Kandidaten jedoch nicht sehen können. In anderen Disziplinen müssen die Kandidaten durch den Matsch schliddern oder werden mit Wasser bespritzt oder in selbiges geworfen. Hauptsache, die Kandidaten werden nass, dreckig oder packen sich auf die Fresse (oder alles kombiniert). Wie tief muss man sinken, um bei sowas mitzumachen? Der geringe (Geld- oder Sach-)Preis für den letzten Übrigbleibenden kann es nicht sein. Aber noch viel schlimmer, wer denkt sich so einen Quatsch aus und warum wird sowas gesendet? Ich bin froh, dass ich sonst, wenn ich arbeite, diese Sendezeitverschwendung verpasse. Morgen jedenfalls werde ich ohne den Fernseher einzuschalten aufstehen.
Weltuntergang
03. Jun
Irgendwann wird es passieren, unsere gesamte Zivilisation wird untergehen. Doch wie wird es passieren? Atomkrieg? Versklavung durch Außerirdische? Eine neue Eiszeit? Grippe-Epidemie?
Ich könnte mir auch folgendes Szenario vorstellen:
Montag Morgen, ich habe verschlafen, weil mein Wecker nicht geklingelt hat. Dadurch, um wieder Zeit rauszuholen, spare ich mir das Frühstückbrötchen. Dieses Brötchen verkauft der Bäcker meines Vertrauens somit auch weniger. Der “geringe†Geldbetrag (*schmunzel*) fehlt ihm somit in seiner Bilanz, wodurch er letztendlich pleite geht, weil ein weiterer Kredit den Laden auch nicht mehr retten würde. In die freigewordene Ladenfläche zieht kein neuer Bäcker ein. Somit sind die Leute in der Umgebung gezwungen, zu anderen Bäckern in der Stadt zu fahren. Dadurch erhöht sich der Benzinverbrauch, weil man zum Bäcker immer mit dem Auto fährt, auch wenn man nebenan wohnt. Somit steigt die Schadstoffbelastung der Stadt in der Luft an, was einige Umweltschützer auf den Plan ruft, die gegen zuviele Autos in der Stadt protestieren. Die Stadtverwaltung beschliesst daraufhin, die Innenstadt für Autos komplett zu sperren. Damit aber trotzdem Bürger bequem in die Innenstadt kommen können, wird außerdem beschlossen, ein neues, teures Transitsystem zu bauen. Zu teuer allerdings, die Stadt muss kräftig sparen und kann so das städtische Freibad nicht mehr aufrecht erhalten. Dadurch schaffen sich viele Familien einen eigenen Swimming-Pool an, was Unmengen von Wasser jeden Sommer verbraucht, bis schließlich das Grundwasser weg ist. Das verursacht eine schwere Landsenke, die die Stadt unbewohnbar macht. Dabei wird ein geheimes Chemiemülllager freigelegt. Die Pflanzen und Tiere in der Umgebung fangen an zu mutieren zu 3 Meter großen Bestien. Eine Horde Killeresel trampelt in Richtung Hauptstadt, über ihnen fliegen Mörderschmetterlinge während bösartige, mutierte Seebarsche auf dem Wasserwege unterwegs sind. Die Bundesregierung ruft den nationalen Notstand aus und baut einen Panzerring um die Großstadt. LTR2 sendet schon mal vorsorglich “Die dümmsten Killeresel der Welt†während Gagi TV schonmal das neue Game “Mooreseljagd†ausgiebig testet. Die Bundeswehr mietet sich von den USA einen Laser-Killer-Satelliten zur Bekämpfung der Monstren. Leider gehen erste Test-Schüsse schief: Der Landsitz von Dieter B., eine Autobahnraststätte und Helgoland sind verschwunden. Somit versucht man, den Satelliten auf die nahenden Ungeheuer gezielt abstürzen zu lassen… das geht allerdings auch schief, allerdings ist der Harz danach nur noch ein großes Loch, dank der großen Sprengkraft der im Satelliten versteckten Nuklearraketen. Durch dieses Loch bildet sich ein Riss in der Erdkruste durch die ganze Kontinentalplatte, der es gewaltigen Magmamassen möglich macht, hervorzuquellen. Es wird so warm, dass alle Cola-Dosen auf einmal platzen und die ganze Säure alles in Bodennähe auflöst. Dadurch gibt keine Pflanzen mehr auf dem Erdball, wodurch die Nahrungskette rapide einbricht, denn Vegetarier verhungern als Erstes (zur Freude der hungernden Carnivore). Die letzten verbleibenden Menschen haben allerdings nicht bedacht, dass die Killeresel noch leben. Eine letzte große Schlacht um die Vorherrschaft dieses Planeten findet in der einzig würdigen Arena statt: Takeshis Castle! Mensch und Esel liefern sich wochenlange Gefechte auf dem Feld der Ehre, bis nur noch ein Mensch und ein Esel übrigbleiben. Als der Mensch aus seiner verbliebenen Feldration ein Salamibrötchen herausholt, verliert der Esel die Beherrschung und beisst dem Menschen den Kopf ab.
Die ganze Menschheit ausgelöscht, und das nur, weil mein Wecker nicht geklingelt hat… *ggg*








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